Blue Flower

  • Prater Galerie

    1. Juni 2024, 11:00–19:00
  • Ein Symposium der Prater Galerie, kuratiert und organisiert von Lena Prents und Antonina Stebur

    ORT: Stadtwerkstatt Karl-Liebknecht-Straße 11/13 10178 Berlin

    1. Stock, barrierefreier Zugang über die Rolltreppe und einen Fahrstuhl

Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wird in Deutschland in vielen Medien auf das Bild der ehemaligen Freundschaft und der heutigen Feindschaft zwischen den zwei Völkern angespielt. Kaum ein privates Gespräch unter denjenigen, die im Sozialismus und mit der Ideologie der Völkerfreundschaft aufgewachsen sind, kommt ohne Reflexion über die einstige Verbundenheit der „Völker der Sowjetunion“ aus. Freundschaft ist ein wichtiger Begriff mit einer komplexen Beziehungsgeschichte. Aber was heißt bzw. hieß das eigentlich, wenn ganze Völker befreundet waren? Welcher Art war diese Freundschaft, die einerseits emanzipatorische und versöhnende Aspekte, aber auch hierarchische und sogar koloniale Gebärden enthielt?

Die Kyiv Perenniale, die 2024 vom Visual Culture Research Center (VCRC), der Trägerinstitution der Kyiv Biennale, zusammen mit der nGbK, Between Bridges und der Prater Galerie in Berlin konzipiert wurde, ist eine Fortsetzung der paneuropäischen Ausgabe der Kyiv Biennale 2023, deren Ausstellungen und Veranstaltungsprogramme in mehreren ukrainischen und EU-Städten stattfanden. Die Strategie der Kyiv Perenniale beruht auf Ansätzen, die künstlerische Produktion, kritisches Wissen und soziales Engagement miteinander verbinden. Sie ist maßgeblich bestimmt von den Kämpfen der ukrainischen Gesellschaft, die sich gegen Russlands faschistische Invasion und einen neokolonialen Krieg der Auslöschung und Extraktion wehrt.

Mit Simultandolmetscher Berlin Johannes Hampel und Kollegen