Blue Flower

30. September/01. Oktober 2022: Triennale der Moderne. Vielfalt Moderne - Moderne Vielfalt. Auftaktveranstaltung. Tschechische Botschaft und Technische Universität Berlin. Mit Simultandolmetschung Englisch/Deutsch durch Simultandolmetscher Berlin

27. September 2022, 15 Uhr: Postödipale Gesellschaft. Mit Tove Soiland, Marie Frühauf, Anna Hartmann und Ida Dominijanni. Workshop und Buchpräsentation. Konsekutivdolmetscher Deutsch-Italienisch: Johannes Hampel. Psychoanalytische Bibliothek Berlin

09. September 2022, 10.05 Uhr: Republik der Taubheit. Gespräch mit Ilya Kaminsky. In: Lesart. Das Literaturmagazin. Live aus dem Haus der Berliner Festspiele. Moderation: Frank Meyer. Deutschlandfunk Kultur. Simultandolmetscher: Johannes Hampel

09. September 2022, 10.05 Uhr: Matthieu Aikins: Die Nackten fürchten kein Wasser. Gespräch mit dem Autor. Lesart. Das Literaturmagazin. Live aus dem Haus der Berliner Festspiele. Moderation: Frank Meyer. Deutschlandfunk Kultur. Simultan gedolmetscht durch Johannes Hampel

Gespräch
Dante, das Purgatorium und das Grau um uns.
Chromatische Reflexionen mit Peter Sloterdijk im Gespräch mit Stefano Vastano

Innenhof der Italienischen Botschaft. Eingang: Hildebrandstraße 2, 10785 Berlin-Tiergarten
Einlass nur mit einem gültigen Ausweisdokument!

 Donnerstag, 14. Juli 2022
19 Uhr

Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite: https://dante-sloterdijk.eventbrite.it

Auf Deutsch mit italienischer Simultanübersetzung

In seinem neuen Buch Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre (Suhrkamp 2022) zitiert Sloterdijk eingangs einen Ausspruch von Paul Cézannes: „Solange man nicht ein Grau gemalt hat, ist man nicht ein Maler“, und begibt sich im Anschluss gewissermaßen auf den Weg, die Farbe des Denkens im Zwischenreich von Hell und Dunkel zu bestimmen. Überspitzt gesagt habe, so Sloterdijk, Platons Höhlengleichnis und die steingrauen Wände der Höhle „auf zweieinhalb Jahrtausende alteuropäischen Denkens ihren ‚Schatten‘ geworfen“. Es liegt also nahe, dass Sloterdijk in seinem an Überlegungen und Streifzügen reichen Opus auf Dante und seine Commedia zu sprechen kommt, dem Inferno „als einer Exegese des Schwarz“ und dem Paradiso als „jubilatorische Auslegung … des weißen, überweißen Lichts“. Das Purgatorio hingegen entwirft Dante, der „Maler eines metaphysischen Grauwerts“, als „jenseitige Mittelwelt“ und dynamische Sphäre zwischen höllischen Torturen und himmlischer Befreiungsvision. Was aber haben diese Vorstellungen mit dem Wandel des Weltbilds in der Neuzeit und dem Entstehen von Mittelschichten zu tun? Wie überhaupt sind unsere Begriffe von „Geschichte“ und „Fortschritt“ im Lichte einer diesseitigen Immanenz zu lesen? Diese und weitere chromatische Reflexionen werfen Peter Sloterdijk und Stefano Vastano im sommerlichen Gespräch unter dem Himmel von Berlin auf.