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17.06.2021, 20.00 Uhr: Die Erfindung der Rassen. Der Autor Guido Barbujani im Gespräch mit Stefan Klein. Auf Italienisch und Deutsch mit Simultandolmetschung. Italienisches Kulturinstitut Berlin. Live-Stream via Zoom, folgen Sie dem >>>Link

 

Seit dem späten 18. Jahrhundert war es das zentrale Thema der Anthropologen und Genetiker: die Menschheit in Rassen einzuteilen, und oft auch, eine Hierarchie der Rassen zu begründen, an deren Spitze gewöhnlich die »weiße Rasse« stand. Auch auf dem Höhepunkt des Rassenwahns in der Epoche des Faschismus mochten die Machthaber nie auf wissenschaftliche Rechtfertigungen ihres brutalen Vorgehens gegen »minderwertige« Rassen verzichten. Allerdings konnte sich die Wissenschaft nie auf bestimmte Rasseneinteilungen verständigen – eben, weil es keine Grundlage dafür gab. Erst die Entdeckung des menschlichen Genoms seit den sechziger Jahren machte den Rassenspekulationen in der Wissenschaft ein Ende.

In lingua italiana e tedesca con traduzione simultanea

La parola razza è tornata di moda. Ma siamo sicuri di sapere cosa significhi esattamente? E abbiamo motivo di credere che la specie umana sia costituita da razze biologiche diverse, come i cani o i cavalli? E poi, quanto dipendono dai nostri geni i difficili rapporti fra persone di cultura od origine diversa e le disuguaglianze economiche e sociali? Questo libro, attraverso un percorso storicocritico di grande fascino culturale, ripercorre le tappe del dibattito sulle basi biologiche della diversità umana, dai primi tentativi di classificazione razziale fino ai moderni studi sul DNA. Ci racconta come la genetica sia riuscita a ricostruire le fasi più remote del cammino dell'umanità, dalle nostre origini africane alla colonizzazione dei cinque continenti, e come queste conoscenze smentiscano l'idea ottocentesca che l'umanità sia frammentata in gruppi biologicamente distinti, quei gruppi che in altre specie si chiamano razze.

1918 zeichnete ein Team von Linguisten und Musikwissenschaftlern die Stimmen von Soldaten aus Ländern, die Feinde Deutschlands waren, auf einem Grammophon und einem Phonographen in deutschen Gefangenenlagern auf. Einhundert Jahre später wurden die akustischen Spuren italienischer Gefangener, die in zwei Tonarchiven in Berlin aufbewahrt wurden, von Ignazio Macchiarella und Emilio Tamburini, in diesem erstmals in Deutschland präsentierten Band gesammelt und untersucht.

Custoditi nel Phonogrammarchiv dell’ Ethnologisches Museum e nel Lautarchiv della Humboldt Universität di Berlino, questi materiali costituiscono a tutt’oggi la più antica collezione sonora su scala nazionale di voci di italiani “comuni” né politici né musicisti di professione che sia nota e per questo rappresenta un fondo di straordinaria importanza dal punto di vista storiografico, linguistico ed etnomusicologico. Ma, oltre ad essere una delle più importanti fonti di documentazione storica e scientifica, le registrazioni rappresentano anche una tanto viva quanto rara testimonianza di quello che fu la Grande Guerra per i soldati che la combatterono. Un evento traumatico ed epocale nella storia europea, la cui portata , grazie alle voci di giovani uomini che ne avevano fatto (e ne stavano ancora facendo, in quanto prigionieri) esperienza diretta, assume nei documenti registrati una forma più viva e vivida che mai.

 

Presentazioni di Dr. Britta LangeProf. Dr. Antonio LucciEmilio Tamburini (Humboldt-Universität zu Berlin) e Prof. Ignazio Macchiarella (Università degli Studi di Cagliari)
 
Dibattito con Prof. Dr. Sebastian Klotz (Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin) e Dr. Albrecht Wiedmann (Berliner Phonogramm-Archiv, Staatliche Museen zu Berlin)

Introduzione e moderazione: Prof. Dr. Maria Carolina Foi (Istituto Italiano di Cultura di Berlino) e Prof. Dr. Lorenzo Filipponio (Humboldt-Universität zu Berlin)

 

15.06., 19:00 sine tempore
Live-Stream via Zoom
  

 

Der Autor im Gespräch mit Serge Reubi, aus dem Französischen gedolmetscht von Johannes Hampel.

Am 5. Januar 1911 wurde der Zoo von Rom eingeweiht. Entworfen hatte ihn Carl Hagenbeck, der berühmte deutsche Tierhändler, und viele Jahre war er Anziehungspunkt für so schillernde Figuren wie Mussolini, die Filmsternchen der 1960er Jahre, den Papst – und Salman Rushdie. Jetzt aber hat der Zoo viel von seinem Glanz verloren und heuert eine neue Kommunikationschefin an, die eine neue PR-Strategie entwerfen soll. Auf hohen Stöckelschuhen durchquert sie den Zoo und trifft dort, still vor einem Gehege versunken, den algerischen Architekten Chahine, dessen Mission überaus geheimnisvoll bleibt. Dazu kommen noch ein sehr, sehr prominenter Ameisenbär, ein Wärter kurz vor der Pensionierung und ein sehr ehrgeiziger Tierarzt – und die Bürokratie der Ewigen Stadt.
Über diese überaus originelle und unterhaltsame Geschichte des römischen Zoos spricht der Autor auf Französisch mit dem Literaturwissenschaftler und Stadthistoriker Serge Reubi, simultan gedolmetscht von Johannes Hampel.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Berlin.

https://www.youtube.com/watch?v=mpohj0Zna_w
https://www.youtube.com/watch?v=lyE6cMSaPFg

Was bedeutet es, ein Mann zu sein? In einer Welt der veränderten Rollenbilder beschäftigen Männer viele Fragen. Die MANN SEIN bietet Männern Raum, für die Definition dieser neuen Rollen bewusst und konstruktiv Verantwortung zu übernehmen. Englischsprachige Vorträge werden durch Simultandolmetscher in Berlin simultan ins Deutsche übersetzt. 

What does mean to be a man?

In a world of new roles and changing expectations many questions arise. MANN SEIN provides a forum to dive in, learn, study, exchange ideas and find new insights in a supportive crowd of conscious men. Free English live translation is available for all German-language talks. 

 

Dante in Deutschland – Ein deutsch-italienisches Gespräch

Zu Dantes 700. Todestag feiert nicht nur Italien (s)einen Dichter von Weltrang und dies soll zwei italienischen Germanisten und zwei deutschen Italianisten Anlass sein, die faszinierende und einzigartige Geschichte seiner Wahrnehmung und Rezeption in Deutschland nachzuzeichnen.

Mittwoch, 26. Mai 2021
19:00 Uhr
Livestream auf Zoom, folgen Sie dem >>>Link

Programm:
Luigi Reitani: Dante, Goethe e i romantici.
Ludger Scherer: Le traduzioni di Dante in Germania.
Luca Crescenzi: Dante nel primo Novecento (anche nella filologia).
Cornelia Klettke: Der Dante-Boom: Zur Aktualität der Commedia in Deutschland.

Moderation: Maria Carolina Foi, Leiterin Italienisches Kulturinstitut Berlin

Eine Zusammenarbeit von: Italienisches Kulturinstitut Berlin, Istituto Italiano di Studi Germanici und dem Italienzentrum der Freien Universität Berlin

Auf Deutsch und Italienisch mit Simultanübersetzung