Blue Flower

Europakonzert der Berliner Philharmoniker. Dirigent: Kirill Petrenko. Solistin: Elina Garanca, Mezzosopran. Simultandolmetscher: Johannes Hampel

Für das diesjährige Europakonzert ist zusammen mit der lettischen Mezzosopranistin Elina Garanca ein neues Programm entstanden, das den Fokus auf Komponisten legt, deren musikalische Botschaft von Freiheit und Selbstbestimmung handelt.

Peteris Vasks: Musica dolorosa für Streichorchester 

Luciano Berio: Folk Songs für Mezzosopran und Orchester 

Valentyn Silvestrov: Elegie für Streichorchester 

Leoš Janácek: Taras Bulba, Rhapsodie für Orchester 

Jean Sibelius: Finlandia, Tondichtung für Orchester op. 26

 

Es handelt sich um eine Koproduktion von EuroArts mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, NHK, CCTV und dem lettischen Fernsehen LTV. EuroArts überträgt das Europakonzert 2022 in mehr als 80 Länder. Zudem kann es live in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker verfolgt werden.

 

 Nachhören in der ARD Mediathek

29. März 2022, 18 Uhr Dante visuell: bildliche Quellen, Illustrationen, BildbeschreibungenVortrag von Michele Cometa. Einführung: Maria Carolina Foi, Direktorin des Italienischen Kulturinstituts Berlin. Dagmar Korbacher, Direktorin des Kupferstichkabinetts, Staatliche Museen zu Berlin. Italienisches Kulturinstitut Berlin. Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite 
Anmeldung zur Veranstaltung im IIC Berlino: https://dante-visuell.eventbrite.it Auf Italienisch mit Simultanübersetzung.Livestream auf Zoom und FB. In Zusammenarbeit mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Die Veranstaltung beschließt die Reihe Dante visuell des Italienischen Kulturinstituts Berlin zum Dantejahr 2021. Der Vortrag fragt nach den vielen Bedeutungen der Bilder in der Commedia, aber auch nach den Bildern, die Dantes Text im Laufe seiner jahrhundertelangen Rezeptionsgeschichte hervorgebracht hat. Untersucht werden einerseits also die Bildquellen, die Dante zugänglich waren, sowie die expliziten und impliziten Beschreibungen von Bildern, auf die wir in der Commedia stoßen, andererseits die unglaubliche figurative Kraft des Werks, die bis in die heutige Zeit Maler, Illustratoren, Graphic Novelists und Regisseure inspiriert hat. 

Michele Cometa ist Professor für Komparatistik und Visuelle Kultur an der Universität Palermo. Er ist ein international anerkannter Experte für die Beziehung zwischen Wort und Bild. 

A partire dalle ore 16, i partecipanti sono invitati a una visita guidata gratuita alla mostra "Höllenschwarz und Sternenlicht" al Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin con il curatore Andreas Schalhorn (in lingua tedesca).
Registrazione per la visita guidata al Kupferstichkabinett:
https://exklusiv-fuehrung.eventbrite.it

Vor der Veranstaltung sind die Teilnehmer um 16 Uhr zu einer kostenfreien Führung durch die Ausstellung "Höllenschwarz und Sternenlicht" ins Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin mit dem Kurator Andreas Schalhorn eingeladen (in deutscher Sprache).
Anmeldung zur Führung im Kupferstichkabinett: https://exklusiv-fuehrung.eventbrite.it 
 
Informationen zur Ausstellung:
www.smb.museum/ausstellungen/detail/hoellenschwarz-und-sternenlicht/

 

 

Beppe Fenoglio »Eine Privatsache«. Aus dem Italienischen von Heinz Riedt. Mit einem Nachwort von Francesca Melandri, Wagenbach Verlag 2021

Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin/Istituto  Italiano di Cultura Berlino

Mit Francesca Melandri, Gabriele Pedullà und Theresia Prammer. Es liest Nils Rech.
Aus dem Italienischen simultan übersetzt von Johannes Hampel.

Im Anschluss zeigen wir den Film »Una questione privata« von Paolo & Vittorio Taviani, Italien 2017 (84 min., OmU)

Tanti auguri, Beppe Fenoglio! 

Con Francesca Melandri, Gabriele Pedulla e Theresia Prammer. Recita Nils Rech

Il 2022 ci offre tante occasioni per affacciarci alla letteratura italiana. Non è solo il centesimo anniversario della morte di Giovanni Verga, la cui epopea veristica, „I Malavoglia“, è un must per tutti gli appassionati della Sicilia, ma anche il centesimo compleanno di Pier Paolo Pasolini e Beppe Fenoglio. Ora, tutti conoscono Pasolini, ma pochi conoscono Beppe Fenoglio, il figlio di un macellaio della provincia di Cuneo. In Italia, il suo romanzo partigiano pubblicato postumo, „Il Partigiano Johnny“ è una lettura scolastica, ma qui in Germania è poco conosciuto. A questo vogliamo porre rimedio con una serata con il supporto attivo della scrittrice Francesca Melandri („Sangue giusto“ 2018) e del curatore Gabriele Pedulla, che ci raggiungerà da Stanford. Verrà presentato il romanzo di Fenoglio „Un affare privato“, pubblicato per la prima volta nel 1963: la storia del partigiano Milton, in cui una storia d’amore e di gelosia si lega fatalmente alle disperate lotte dei partigiani nel nord Italia contro fascisti e nazisti, Fenoglio mostra come il privato sia inestricabilmente legato al politico.

 

2022 bietet gleich in mehrfacher Hinsicht einen Anlass, die italienische Literatur zu feiern. Es jährt sich nicht nur der 100. Todestag von Giovanni Verga, an dessen naturalistischem Epos »Die Malavoglia« kein Sizilienfan vorbeikommt, sondern es ist auch der 100. Geburtstag von Pier Paolo Pasolini und Beppe Fenoglio. Pasolini kennt jede:r, aber was ist mit dem Metzgersohn aus der Provinz Cuneo? In Italien ist sein posthum veröffentlichter Partisanenroman »Partigiano Johnny« Schullektüre, hierzulande ist er erst wenig bekannt. Das soll heute Abend mit der tatkräftigen Unterstützung der Autorin Francesca Melandri (»Alle, außer mir« 2018) und dem Herausgeber Gabriele Pedulla, der aus Stanford zugeschaltet wird, geändert werden. Vorgestellt wird sein Roman »Eine Privatsache«, erschienen erstmals 1963. In der Geschichte um den Partisanen Milton, in dem schicksalhaft eine Liebes- und Eifersuchtsgeschichte mit den verzweifelten Kämpfen der Partisanen in Norditalien gegen Faschisten und Nationalsozialisten verknüpft wird, zeigt Fenoglio wie untrennbar das Private mit dem Politischen verbunden ist

Der Abend findet auf Italienisch statt, simultan gedolmetscht von Johannes Hampel.

Rom zu Beginn der achtziger Jahre. Drei junge Frauen, Luciana, Valentina und Cecilia, an einem sehr schwierigen Punkt ihres Lebens: sie sind ungewollt schwanger. Drei parallel verlaufende Lebensgeschichten, die sich ähneln und doch ganz unterschiedlich sind. Luciana arbeitet für eine Zeitung, die geschlossen wird, sie ist in einen Mann verliebt, der nichts mehr von ihr wissen will; Valentina ist siebzehn, geht noch zur Schule und träumt davon, Psychologin zu werden; Cecilia lebt in einem besetzten Haus und auf der Straße, stets begleitet von ihrem Hund. Alle drei sind verunsichert, verletzlich und verwirrt angesichts des radikalen Umbruchs, der ihnen bevorsteht. Verwirrt, wenn nicht sogar völlig abwesend sind auch die zukünftigen Väter. Ihre Geschichten erfahren wir von einem aufmerksamen und mitfühlenden Erzähler, der sie aus nächster Nähe begleitet, um schließlich sein eigenes Geheimnis preiszugeben.

 

Buchvorstellung Lontano dagli occhi (Feltrinelli 2019) und der deutschen Übersetzung Und doch so fern, (aus dem Italienischen von Christiane Burckhardt, Nonsolo 2022) 
 
Der Autor Paolo Di Paolo im Gespräch mit Anne Kohlick
 
Montag 21. März 2022
19:00 Uhr
Istituto Italiano di Cultura Berlino

Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite
Livestream auf Zoom* und FB 

Gespräch mit der Schriftstellerin Edith Bruck
Einführung: Maria Carolina Foi 
 
Montag, 31. Januar 2022
19:00 Uhr 
Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin 
Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite *
 
Livestream auf Zoom und FB

Auf Italienisch mit Simultanübersetzung
 
In ihrem Buch Il pane perduto erzählt die 1932 in Ungarn geborene Edith Bruck von ihrer Jugend, dem Überleben nach der Deportation in die Konzentrationslager, wo sie ihre Familie verloren hat und von der Rückkehr ins Leben, das sie über verschiedene Stationen schließlich nach Italien geführt hat. Dort wurde sie neben ihrer Tätigkeit als Journalistin und Drehbuchautorin, vor allem als Schriftstellerin bekannt.

Für ihr Werk, in dem sie sich häufig mit ihrer Kindheit und der Shoah auseinandersetzt, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, und zuletzt erhielt sie den Premio Viareggio 2021 für Il pane perduto. Das Buch war auch auf der Shortlist des Premio Strega 2021.

Zugeschaltet aus Rom gibt die Autorin Auskunft über ihre Erfahrungen als Shoah-Überlebende bis heute.
 
In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und dem Verlag La nave di Teseo
 

Text auf der Seite des italienischen Verlags La nave di Teseo:

Edith Bruck, Il pane perduto, La nave di Teseo 2021
Vincitore del Premio Strega Giovani 2021 e del Premio Letterario Viareggio-Rèpaci 2021.

Per non dimenticare e per non far dimenticare, Edith Bruck, a sessant’anni dal suo primo libro, sorvola sulle ali della memoria eterna i propri passi, scalza e felice con poco come durante l’infanzia, con zoccoli di legno per le quattro stagioni, sul suolo della Polonia di Auschwitz e nella Germania seminata di campi di concentramento.