Blue Flower

Gespräch
Dante, das Purgatorium und das Grau um uns.
Chromatische Reflexionen mit Peter Sloterdijk im Gespräch mit Stefano Vastano

Innenhof der Italienischen Botschaft. Eingang: Hildebrandstraße 2, 10785 Berlin-Tiergarten
Einlass nur mit einem gültigen Ausweisdokument!

 Donnerstag, 14. Juli 2022
19 Uhr

Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite: https://dante-sloterdijk.eventbrite.it

Auf Deutsch mit italienischer Simultanübersetzung

In seinem neuen Buch Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre (Suhrkamp 2022) zitiert Sloterdijk eingangs einen Ausspruch von Paul Cézannes: „Solange man nicht ein Grau gemalt hat, ist man nicht ein Maler“, und begibt sich im Anschluss gewissermaßen auf den Weg, die Farbe des Denkens im Zwischenreich von Hell und Dunkel zu bestimmen. Überspitzt gesagt habe, so Sloterdijk, Platons Höhlengleichnis und die steingrauen Wände der Höhle „auf zweieinhalb Jahrtausende alteuropäischen Denkens ihren ‚Schatten‘ geworfen“. Es liegt also nahe, dass Sloterdijk in seinem an Überlegungen und Streifzügen reichen Opus auf Dante und seine Commedia zu sprechen kommt, dem Inferno „als einer Exegese des Schwarz“ und dem Paradiso als „jubilatorische Auslegung … des weißen, überweißen Lichts“. Das Purgatorio hingegen entwirft Dante, der „Maler eines metaphysischen Grauwerts“, als „jenseitige Mittelwelt“ und dynamische Sphäre zwischen höllischen Torturen und himmlischer Befreiungsvision. Was aber haben diese Vorstellungen mit dem Wandel des Weltbilds in der Neuzeit und dem Entstehen von Mittelschichten zu tun? Wie überhaupt sind unsere Begriffe von „Geschichte“ und „Fortschritt“ im Lichte einer diesseitigen Immanenz zu lesen? Diese und weitere chromatische Reflexionen werfen Peter Sloterdijk und Stefano Vastano im sommerlichen Gespräch unter dem Himmel von Berlin auf.

Der seit 2007 von der Stadt Padova zusammen mit der renommierten Universität Padova verliehene Preis dient der Förderung des wissenschaftlichen Sachbuchs und soll vor allem zur Verbreitung unter Studenten und Jugendlichen beitragen. Eine aus Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten gebildete Jury wählt aus in den letzten zwei Jahren in Italien erschienenen Sachbüchern fünf Finalisten für die Endrunde aus. Eine große Jury aus Studenten und Oberschülern aus ganz Italien kürt dann den Gewinner. Die Verleihung des Galileo-Preises findet am 15. Oktober 2022 in der Aula Magna der Universität Padua, im Palazzo del Bo, statt. In Italien genießt der Premio Galileo in Fachkreisen, im Verlagswesen und in der nationalen Presse hohes Ansehen.

#saggi_scienza
Wissenschaft erzählen: die fünf Finalisten des Premio Galileo 2022
Mit Piero Martin, Telmo Pievani, Rebecca Wragg Sykes und zugeschaltet Francesca Buoninconti, Benjamín Labatut
Einführung: Maria Carolina Foi
Moderation: Giovanni Caprara

Montag, 11. Juli 2022
19.00 Uhr

Innenhof der Italienischen Botschaft.
Zugang: Hildebrandstr. 2, 10785 Berlin-Tiergarten

Auf Italienisch und Englisch mit Simultanübersetzung

Anmeldung erbeten über Eventbrite (buchbar bis Montag, 14:30 Uhr):
https://premio-galileo-2022.eventbrite.it

In Zusammenarbeit mit Premio letterario Galileo per la divulgazione scientifica 2022, dem Assessorato alla Cultura del Comune di Padova und den Verlagen Adelphi, Editori Laterza, Raffaello Cortina Editore, Codice Edizioni und Bollati Boringhieri.

29. März 2022, 18 Uhr Dante visuell: bildliche Quellen, Illustrationen, BildbeschreibungenVortrag von Michele Cometa. Einführung: Maria Carolina Foi, Direktorin des Italienischen Kulturinstituts Berlin. Dagmar Korbacher, Direktorin des Kupferstichkabinetts, Staatliche Museen zu Berlin. Italienisches Kulturinstitut Berlin. Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite 
Anmeldung zur Veranstaltung im IIC Berlino: https://dante-visuell.eventbrite.it Auf Italienisch mit Simultanübersetzung.Livestream auf Zoom und FB. In Zusammenarbeit mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Die Veranstaltung beschließt die Reihe Dante visuell des Italienischen Kulturinstituts Berlin zum Dantejahr 2021. Der Vortrag fragt nach den vielen Bedeutungen der Bilder in der Commedia, aber auch nach den Bildern, die Dantes Text im Laufe seiner jahrhundertelangen Rezeptionsgeschichte hervorgebracht hat. Untersucht werden einerseits also die Bildquellen, die Dante zugänglich waren, sowie die expliziten und impliziten Beschreibungen von Bildern, auf die wir in der Commedia stoßen, andererseits die unglaubliche figurative Kraft des Werks, die bis in die heutige Zeit Maler, Illustratoren, Graphic Novelists und Regisseure inspiriert hat. 

Michele Cometa ist Professor für Komparatistik und Visuelle Kultur an der Universität Palermo. Er ist ein international anerkannter Experte für die Beziehung zwischen Wort und Bild. 

A partire dalle ore 16, i partecipanti sono invitati a una visita guidata gratuita alla mostra "Höllenschwarz und Sternenlicht" al Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin con il curatore Andreas Schalhorn (in lingua tedesca).
Registrazione per la visita guidata al Kupferstichkabinett:
https://exklusiv-fuehrung.eventbrite.it

Vor der Veranstaltung sind die Teilnehmer um 16 Uhr zu einer kostenfreien Führung durch die Ausstellung "Höllenschwarz und Sternenlicht" ins Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin mit dem Kurator Andreas Schalhorn eingeladen (in deutscher Sprache).
Anmeldung zur Führung im Kupferstichkabinett: https://exklusiv-fuehrung.eventbrite.it 
 
Informationen zur Ausstellung:
www.smb.museum/ausstellungen/detail/hoellenschwarz-und-sternenlicht/

 

 

Europakonzert der Berliner Philharmoniker. Dirigent: Kirill Petrenko. Solistin: Elina Garanca, Mezzosopran. Simultandolmetscher: Johannes Hampel

Für das diesjährige Europakonzert ist zusammen mit der lettischen Mezzosopranistin Elina Garanca ein neues Programm entstanden, das den Fokus auf Komponisten legt, deren musikalische Botschaft von Freiheit und Selbstbestimmung handelt.

Peteris Vasks: Musica dolorosa für Streichorchester 

Luciano Berio: Folk Songs für Mezzosopran und Orchester 

Valentyn Silvestrov: Elegie für Streichorchester 

Leoš Janácek: Taras Bulba, Rhapsodie für Orchester 

Jean Sibelius: Finlandia, Tondichtung für Orchester op. 26

 

Es handelt sich um eine Koproduktion von EuroArts mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, NHK, CCTV und dem lettischen Fernsehen LTV. EuroArts überträgt das Europakonzert 2022 in mehr als 80 Länder. Zudem kann es live in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker verfolgt werden.

 

 Nachhören in der ARD Mediathek

Rom zu Beginn der achtziger Jahre. Drei junge Frauen, Luciana, Valentina und Cecilia, an einem sehr schwierigen Punkt ihres Lebens: sie sind ungewollt schwanger. Drei parallel verlaufende Lebensgeschichten, die sich ähneln und doch ganz unterschiedlich sind. Luciana arbeitet für eine Zeitung, die geschlossen wird, sie ist in einen Mann verliebt, der nichts mehr von ihr wissen will; Valentina ist siebzehn, geht noch zur Schule und träumt davon, Psychologin zu werden; Cecilia lebt in einem besetzten Haus und auf der Straße, stets begleitet von ihrem Hund. Alle drei sind verunsichert, verletzlich und verwirrt angesichts des radikalen Umbruchs, der ihnen bevorsteht. Verwirrt, wenn nicht sogar völlig abwesend sind auch die zukünftigen Väter. Ihre Geschichten erfahren wir von einem aufmerksamen und mitfühlenden Erzähler, der sie aus nächster Nähe begleitet, um schließlich sein eigenes Geheimnis preiszugeben.

 

Buchvorstellung Lontano dagli occhi (Feltrinelli 2019) und der deutschen Übersetzung Und doch so fern, (aus dem Italienischen von Christiane Burckhardt, Nonsolo 2022) 
 
Der Autor Paolo Di Paolo im Gespräch mit Anne Kohlick
 
Montag 21. März 2022
19:00 Uhr
Istituto Italiano di Cultura Berlino

Präsenzveranstaltung, Anmeldung erforderlich über Eventbrite
Livestream auf Zoom* und FB